Wenn sich der Herbstnebel sanft über die Wiesen legt, der vertraute Geruch von Holzfeuer durch die Zeltgassen zieht und das Klirren von Rüstungen einem ruhigen, geselligen Beisammensein weicht – dann wissen wir: Die Mittelaltersaison neigt sich dem Ende entgegen. Den feierlichen und überaus würdigen Abschluss unserer Reise im Jahr 2026 durften wir auf dem letzten Lager der Saison bei den großartigen Schildwächtern zu Gangelt verbringen.
Ein Heimathafen zum Ende der Reise
Nach einer langen, ereignisreichen Saison mit vielen gefahrenen Kilometern, sonnenüberfluteten Tagen, aber auch so mancher regnerischen Nacht, gibt es nichts Schöneres, als das Jahr im Kreise von Freunden ausklingen zu lassen. Die Schildwächter zu Gangelt hatten gerufen, und als wir unsere Zelte ein letztes Mal für dieses Jahr aufschlugen, fühlte es sich an wie ein Nach-Hause-Kommen.
Die Kulisse in Gangelt bot den perfekten Rahmen für dieses Finale. Zwischen den majestätischen weißen Zeltplanen, den im Wind wehenden Bannern und dem prasselnden Lagerfeuer entstand eine Atmosphäre, die den hektischen Alltag der Moderne sofort in weite Ferne rücken ließ.
Gelebte Gastfreundschaft und tiefe Verbundenheit
Ein Lager steht und fällt mit seinen Gastgebern – und hier haben die Schildwächter auf ganzer Linie geglänzt. Von der ersten Begrüßung bis zum gemeinsamen Abbau spürte man die Liebe zum Detail und die echte, herzliche Gastfreundschaft, die unsere Gemeinschaft so besonders macht. Es wurde gemeinsam gekocht, der Met geteilt und an den großen Tafeln so manche Anekdote ausgetauscht.
Besonders in den Abendstunden, wenn die Dunkelheit das Lager umschloss und nur noch das warme Licht der Feuer und Fackeln die Gesichter erhellte, zeigte sich der wahre Zauber dieses Hobbys. Wir saßen zusammen, ließen das Jahr 2026 Revue passieren – wir lachten über Pannen beim Zeltaufbau in strömendem Regen, feierten die glorreichen Momente der vergangenen Märkte und stießen auf die Freundschaften an, die in diesem Jahr neu geknüpft oder weiter vertieft wurden.
Mehr als nur ein Hobby
Dieses letzte Lager in Gangelt hat uns wieder einmal vor Augen geführt, warum wir all den Aufwand betreiben: das Packen, das Schleppen, das Leben ohne modernen Luxus. Es ist die unerschütterliche Gemeinschaft. Wenn Waffenbrüder und -schwestern am Feuer zusammenrücken, Lieder angestimmt werden und man sich blind aufeinander verlassen kann, entsteht ein Band, das weit über das bloße „Verkleiden“ hinausgeht. Es ist eine gewählte Familie.
Danke, Gangelt – und auf ein Neues in 2027!
Unser tiefster Dank gilt den Schildwächtern zu Gangelt für die makellose Organisation, den Platz und die offenen Arme, mit denen ihr dieses Saisonfinale ermöglicht habt. Ihr habt uns einen Abschluss geschenkt, von dem wir in den kommenden, kühlen Wintermonaten zehren werden.
Nun ist die Zeit gekommen, die Schwerter zu ölen, das Leder zu pflegen, die Gewandungen auszubessern und die Zeltplanen trocken im heimischen Lager zu verstauen. Die Saison 2026 verabschiedet sich in den wohlverdienten Winterschlaf. Doch das Feuer, das an diesem Wochenende in Gangelt gebrannt hat, tragen wir in unseren Herzen weiter.
Wir ruhen uns aus, wir planen neu – und wir zählen die Monde, bis im Frühjahr 2027 der erste Hering wieder in die Erde geschlagen wird.
Gehabt euch wohl und kommt gut durch die Winterzeit!































